Erstausstattung für das Baby: Was das Jobcenter erbringt

Von Hartz4.de, letzte Aktualisierung am: 26. September 2021

Steht die Geburt eines Kindes an, dann ist das eigentlich ein Grund zur Freude. Mangelt es jedoch an Geld, dann kommen werdende Eltern schnell in die Bredouille – insbesondere, wenn die Betroffenen auf Hartz 4 angewiesen sind. Die Erstausstattung für ein Baby kann von Hartz 4 allein kaum bestritten werden, weshalb sie bei Bezug der Grundsicherung erstattet wird.

Das Wichtigste zur Erstausstattung fürs Baby zusammengefasst:

Wer hat Anspruch auf eine Erstausstattung fürs Baby?

Anspruch auf eine Erstausstattung fürs Baby haben alle schwangeren Leistungsempfängerinnen, welche diese Leistung vorab noch nicht in Anspruch genommen haben.

Wird diese als Darlehen gewährt?

Nein. Es handelt sich um eine einmalige Sonderleistung. Ein Darlehen muss dafür nicht in Anspruch genommen werden.

Wie kann ich die Erstausstattung fürs Baby beantragen?

Hier erklären wir, wie Sie einen Antrag auf Erstausstattung fürs Baby beim zuständigen Jobcenter stellen können.

Hartz 4: Die Erstausstattung für ein Baby hilft werdenden Eltern

Das Jobcenter erbringt eine Erstaustattung für Ihr Baby
Das Jobcenter erbringt eine Erstaustattung für Ihr Baby

Diese Baby-Erstausstattung vom Staat soll Mütter und Väter, die auf die Grundsicherung angewiesen sind, entlasten und dem Kind eine gute Fürsorge gewährleisten.

Wie auch bei anderen derartigen Leistungen sollte jedoch beachtet werden, dass sich bei der Erstausstattung für ein Baby das Jobcenter vorbehält, in einem zumutbaren Rahmen auch auf gebrauchte Möbel bzw. Kleidung zurückzugreifen. Es werden sowohl Geld – als auch Sachleistungen erbracht.

Zu der Erstausstattung für ein Baby, welche beim Jobcenter beantragt werden kann, zählen:

  • Babybett
  • Laufstall
  • Kinderwagen
  • Babybadewanne
  • Umstandskleidung (Schwangerschaftshosen, Wäsche, Still-BHs, Socken, Oberteile etc.)
  • Wickeltisch
  • Kleidung für das Baby (Strampler, Socken, Oberteile, Hosen, Jacken, Mützen, Schuhe)
  • Flasche, Nuckel
  • Hochstuhl
  • Pflegeartikel (Windeln etc.)
Beantragen Sie eine Erstausstattung für Ihr Baby bei Ihrem Jobcenter. Listen Sie dabei genau auf, welche Gegenstände benötigt werden – diese Leistung wird nicht etwa pauschal in Form eines Paketes oder ähnlichem erbracht. Der Verantwortliche im Jobcenter benötigt für die Baby-Erstausstattung konkrete Angaben, um Ihnen entsprechende Mittel zur Verfügung zu stellen.

Bei Fragen rund um die Formalien der kann Ihnen Ihr Sachbearbeiter bzw. Ihre Sachbearbeiterin weiter helfen.

Die Baby-Erstausstattung muss beim Jobcenter frühzeitig beantragt werden

Ein Zuschuss der Erstausstattung für ein Baby kann auch vom Sozialamt bezogen werden
Ein Zuschuss der Erstausstattung für ein Baby kann auch vom Sozialamt bezogen werden

Der Antrag für diesen Zuschuss bzw. die Erstausstattung für ein Baby sollte beim Jobcenter rechtzeitig gestellt werden – schließlich sollte vor der Geburt bereits alles abgeklärt sein. Bestimmte Leistungen, wie zum Beispiel Umstandskleidung, werden ja schon während der Schwangerschaft gebraucht. Zudem müssen Sie auch immer eine Bearbeitungszeit seitens der Behörden einkalkulieren.

Außerdem gilt auch hier, dass rückwirkend keine Leistungen erstattet werden – auch wenn diese bereits nötig waren oder schon angeschafft wurden. Neben der Erstausstattung für ein Baby gewährt das Jobcenter zudem ab der 13. Schwangerschaftswoche den Schwangerschaftsmehrbedarf.

Beachten Sie hierzu: Handelt es sich um einen Antrag für ein zweites Kind, kann eine weitere Erstausstattung für das Baby vom Jobcenter mitunter auch abgelehnt bzw. nur teilweise erbracht werden. Stellen Sie sicher, dass Sie korrekt angeben, welche Dinge Sie benötigen bzw. welche eventuell schon verschlissen sind.

Eine Erstausstattung für ein Baby vom Sozialamt zu erhalten ist ebenfalls möglich – im Rahmen der Hilfe zum Lebensunterhalt. Der Bezug von HLU und ALG 2 schließen sich jedoch aus; das bedeutet, es kann dementsprechend auch nur bei einer Stelle die entsprechende Leistung bezogen werden. Daneben können jedoch regional zusätzliche Angebote für Eltern in Anspruch genommen werden, so zum Beispiel von Pro Familia oder verschiedenen kirchlichen Einrichtungen.

Bildnachweise: Fotolia.com/ © ivanko80, Depositphotos.com/ oksana6170

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